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Ruhrtriennale 2020 kann wegen Corona-Pandemie nicht stattfinden

Pressemitteilung   •   Apr 22, 2020 17:13 CEST

Ruhrtriennale 2020 kann wegen Corona-Pandemie nicht stattfinden

Aufsichtsrat der Kultur Ruhr beschließt einstimmig die Absage der diesjährigen Festivalausgabe – Gesundheit des Publikums, der Künstlerinnen und Künstler sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat absolute Priorität.

     
Bochum, 22. April 2020 - Die diesjährige Ausgabe der Ruhrtriennale wird wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Das hat der Aufsichtsrat der Kultur Ruhr GmbH heute im Rahmen einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung einstimmig beschlossen. Die Gesellschafterversammlung hat diesen Beschluss bestätigt. In der vergangenen Woche hatten sich Bund und Länder darauf verständigt, Großveranstaltungen bis einschließlich 31. August 2020 zu verbieten. Die Ruhrtriennale hätte vom 14. August bis 20. September 2020 stattfinden sollen.


„Der Ausfall der Ruhrtriennale 2020 ist ein herber Verlust für das kulturelle Leben in Nordrhein-Westfalen, der mich auch ganz persönlich schmerzt. Doch ich bin fest überzeugt, dass gerade große Veranstaltungen wie die Ruhrtriennale in dieser Situation einer besonderen Verantwortung gerecht werden müssen. Der Schutz der Gesundheit des Publikums, der Künstlerinnen und Künstler sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steht für uns an erster Stelle. Daher ist eine Absage der Ruhrtriennale 2020 leider unumgänglich“, sagt Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen in ihrer Funktion als Aufsichtsratsvorsitzende der Kultur Ruhr GmbH.


Bereits jetzt sind die Probe- und Reiseaktivitäten zur Vorbereitung der zahlreichen Produktionen aufgrund der derzeit geltenden Bestimmungen zum internationalen Reiseverkehr stark eingeschränkt. Da die umfangreichen Planungen für das aufwendige Programm der Ruhrtriennale mit rund 700 beteiligten Künstlerinnen und Künstlern aus rund 40 Ländern in Kürze in die „heiße Phase“ gegangen wären, war es notwendig, die Entscheidung über die Absage der Ruhrtriennale zum jetzigen Zeitpunkt zu treffen.


Bereits gekaufte Karten werden zurückerstattet. Hierzu können die Karten an den Vorverkaufsstellen, an denen sie erworben wurden, zurückgegeben werden. Online-Käufer*innen wird die Kultur Ruhr GmbH zur Abwicklung der Erstattung in den kommenden Wochen direkt kontaktieren. Bei weiteren Fragen steht außerdem die Ticket-Hotline zur Verfügung: 0221 280210. Nähere Informationen finden Sie in Kürze unter: www.ruhrtriennale.de


Die Ruhrtriennale findet seit 2002 unter einer alle drei Jahre wechselnden Intendanz statt. Im Rahmen des Festivals sind jedes Jahr internationale zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler an den Schnittstellen von Musiktheater, Schauspiel, Tanz, Performance und Bildender Kunst eingeladen, die monumentale Industriearchitektur der Metropole Ruhr zu bespielen. Im Schnitt verzeichnet die Ruhrtriennale jährlich rund 60.000 Besucherinnen und Besucher. Die aktuelle Intendanz hat Stefanie Carp inne, die Spielzeiten 2018-2020 stehen unter dem Motto „Zwischenzeit“. Das diesjährige Programm sah 33 Produktionen und Projekte vor - davon 12 Ur- und Erstaufführungen - in 17 unterschiedlichen Spielstätten in Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, Gladbeck und Wuppertal. Die öffentlichen Mittel für die Ruhrtriennale 2018-2020 betragen rund 13,7 Millionen Euro jährlich, davon trägt das Land 12,65 Millionen Euro und der Regionalverband Ruhr rund eine Million Euro.


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Aufsichtsrat der Kultur Ruhr GmbH

Isabel Pfeiffer-Poensgen
Aufsichtsratsvorsitzende

Dr. Hildegard Kaluza, Prof. Dr. Norbert Lammert
Stellvertreter

Dr. Arnim Brux, Dr. Hans-Dieter Fischer, Karola Geiß-Netthöfel, Lothar Gräfingholt, Gerhard Heilgenberg, Dr. Michael Henze, Dr. Christian von Kraack, Peter Landmann, Bettina Milz, Jörg Obereiner, Monika Simshäuser, Petra Zielazny

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